Die Krise der Schweizer Uhrenindustrie 2025 verschärft sich: Viele Zulieferer berichten von stark rückläufigen Bestellungen. Ein Beispiel ist die Firma Atokalpa im Jura: Dort fertigen rund 160 Beschäftigte winzige Komponenten für mechanische Uhrwerke. Aufgrund rückläufiger Aufträge sah sich das Unternehmen gezwungen, zahlreiche Interimskräfte zu entlassen. :contentReference[oaicite:10]{index=10}

Der Rückgang ist mit Einbrüchen bei Exportvolumen, geopolitischen Unsicherheiten und schwacher Nachfrage in Schlüsselmärkten wie China verbunden. Einige Hersteller hatten 2022 und 2023 noch Investitionen getätigt – teils mit Blick auf Wachstum und steigende Nachfrage. Heute zeigt sich das als Fehleinschätzung: Die Überkapazitäten belasten Zulieferer besonders stark.

Die Folgen könnten weitreichend sein: Wenn kleine Zulieferer aufgeben müssen, leidet nicht nur die Vielfalt der Uhrmacherei – auch die Innovationskraft wird geschwächt. Marken verlieren Teile ihrer Produktionsbasis, und klassische Uhrwerke könnten seltener oder teurer werden. Für Sammler jedenfalls könnte das langfristig eine Verknappung bestimmter Referenzen bedeuten.

Neutral betrachtet: Diese Entwicklung zeigt, wie fragil das Ökosystem der Haute Horlogerie geworden ist. Nicht nur Luxus und Glamour zählen – auch stabile Lieferketten, nachhaltige Nachfrage und wirtschaftliche Resilienz sind entscheidend. Es bleibt zu hoffen, dass Branchenakteure und Politik gemeinsam Wege finden, um die Basis der Schweizer Uhrmacherkunst zu stabilisieren.