Im November 2025 gab die Uhren-Division von LVMH bekannt, eine Minderheitsbeteiligung an der Schweizer Manufaktur La Joux-Perret übernommen zu haben. Ziel der strategischen Partnerschaft: die Produktionskapazitäten und technische Innovationskraft für Marken wie TAG Heuer, Hublot und Zenith zu sichern. :contentReference[oaicite:5]{index=5}
La Joux-Perret bleibt rechtlich unabhängig und darf weiter auch für externe Auftraggeber tätig sein. Doch durch die tiefere Verzahnung soll die Wertschöpfungskette gestärkt, die Kontrolle über Fertigung und Qualität intensiviert — und damit langfristig die Wettbewerbsfähigkeit ausgebaut werden. Man erwartet neue Werkinnovationen und möglicherweise exklusive Kaliber für die LVMH-Marken.
In der Uhrenbranche 2025, die durch rückläufige Exporte, Unsicherheiten im globalen Handel und starke Konkurrenz unter Druck steht, wird diese Integration als klares Signal gelesen: Größere Konzerne setzen wieder auf vertikale Kontrolle statt Outsourcing. Für Sammler könnte das bedeuten: stabilere Lieferketten, besser dokumentierte Uhrwerke und – mittelbar – höhere Wertbeständigkeit.
Neutral betrachtet: Der Schritt zeigt, wie wirtschaftlicher Druck und Innovationsdruck Marken dazu bringen, Produktionsstrategien neu zu überdenken. Ob diese Rückverlagerung die Branche nachhaltig verändert, bleibt abzuwarten — spannend ist sie allemal.